Wir wollen richtigen Tierschutz!
Laut Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner sollen die Tierschutzrichtlinien angehoben werden. Nun möchte sie ein Tierschutzpacken auf weg bringen, doch die Albert Schweizer Stiftung und ich auch befürchten, dass es zu einer “Mogelpackung” verkommen wird. Aigner will längere Übergangszeiten der Kleingruppen-Käfige festlegen, sie will zudem Wildtieren helfen, allerdings Wildtiere in Zirkussen nicht verbieten. Kaninchen sollen bessere gehalten werden, dennoch weiterhin in engen Käfigen.

Bitte hilf den armen Tieren und beteilige dich an der Aktion der Albert Schweizer Stiftung. Wir wollen ein richtiges Tierschutz- und kein Larifaripacket!
Diese Punkte werden gefordert:
- Wir brauchen zeitnah ein echtes Käfigverbot – nicht nur einen Stopp des Baus neuer Anlagen. Neben Legehennen müssen auch Kaninchen, Schweinen und Wachteln die Qualen der Käfighaltung erspart bleiben.
- Nicht nur die Ferkelkastration muss abgeschafft werden, sondern alle Verstümmelungen wie das Kürzen von Schnäbeln, das Abtrennen von Schwänzen, Hörnern und Zehengliedern sowie das Abschleifen von Zähnen.
- Zum echten Schutz von Wildtieren gehört ein Wildtierverbot in Zirkussen. Einige Quadratmeter mehr oder weniger sind keine Lösung. Dass ein Verbot auch den juristischen Attacken der Zirkuslobby standhält, zeigt das Beispiel Österreichs.
- Ein Tierschutzlabel muss verpflichtend und leicht verständlich sowie analog der bewährten Eierkennzeichnung aufgebaut sein. Wenn sich keine rasche europäische Lösung abzeichnet, muss Deutschland seinen eigenen Spielraum zur Umsetzung voll ausnutzen.
- Das Qualzuchtverbot muss verschärft und so geregelt werden, dass es auch zur Anwendung kommt. Zuchtlinien, bei denen die Tiere unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbrechen (insb. die gängigen Puten- und Masthühnerlinien) müssen abgeschafft werden.
- Die Besatzdichten in der “Nutztierhaltung” müssen generell gesenkt werden. Beispielsweise ist es nicht vermittelbar, dass 25 Masthühner auf einem Quadratmeter gehalten werden.
- Für inländische Tiertransporte muss eine zeitliche Höchstgrenze, unabhängig von der Art des Fahrzeugs, festgelegt werden. Grenzüberschreitende Transporte müssen auf EU-Ebene zeitlich strikt begrenzt werden.
- Um Fehlbetäubungen bei der Schlachtung zuverlässig zu vermeiden, muss die permanente Anwesenheit amtlicher Kontrollpersonen von der Ankunft im Schlachthof bis zum Tod des Tieres sowie die nachträgliche Untersuchung aller Tierkörper auf etwaige Fehlbetäubungen verbindlich angeordnet werden. Mindestens sind die Vorgänge auf Video festzuhalten und den Veterinärämtern auszuhändigen.
- Die baurechtliche Privilegierung von industriellen Tierhaltungen muss abgeschafft werden.
- Der Trend der kontinuierlich steigenden Tierversuchszahlen muss umgekehrt werden. U.a. durch die Einführung einer Genehmigungspflicht für alle Versuchsvorhaben an Wirbeltieren; die Einrichtung eines zentralen Kompetenzzentrums, das u.a. zur über vorhandene Alternativmethoden informiert; die anonymisierte Veröffentlichung von Tierversuchsanträgen; die umfassende rückblickende Bewertung aller stattgefundenen Tierversuche sowie die Einführung einer absoluten Schmerz-Leidens-Grenze.Quelle (Bild:©Käfigfrei.de)
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