Umweltschutz auf kosten der Umwelt & der Hungernden?
Zuckerrohrwüste ©Regenwald.org
Um das Gesicht Deutschlands und der EU zu wahren wurde jetzt beschlossen: “wir brauchen Bio-Sprit”. Dem Benzin wird 10% Ethanol beigemischt und das Ganze nennt sich dann Super E-10, aber wirklich “super” ist das nicht.
Es klingt zwar erst mal gut und umweltfreundlich, aber das Ganze hat schwerwiegende Folgen und ist zudem Umweltschädlicher als Fossile Brennstoffe. Das Ethanol wird in Süd Amerika aus Zuckerrohr u.a. also einem Lebensmittel gewonnen.
Hierzulande wachsen nach Angaben der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe auf 240.000 Hektar Ackerfläche Weizen, Gerste und Zuckerrüben für die Ethanolproduktion. Unsere heimischen Anbauflächen reichen für unseren Bedarf nicht aus und die Produktionskosten sind hoch. Nach Angaben von OECD und FAO werden Ethanolimporte deshalb eine immer größere Rolle dabei spielen, die EU-Beimischungsziele zu erreichen. Die Ethanol-Einfuhren der EU können sich auf 3 Millionen Tonnen (3 Milliarden Liter) verdoppeln.Quelle
Ethanol wird letztendlich aus Lebensmitteln hergestellt. Aus Getreide, Mais und Zuckerrohr sowie Zuckerrüben. Auf diese Weise bekommen wir den Welthunger nicht gesättigt. Denn die Grundnahrungsmittel werden immer knapper und damit auch teurer. Vor allem für die Menschen aus den sog. Entwicklungsländern (Dritte Welt) hat das katastrophale Auswirkungen. Denn wenn der Grundnahrungsmittelpreis steigt, können sich nur noch wenige dort diese auch leisten, täglich verhungern Menschen, wir haben bereits die 1 Milliarden Marke der Hungernden Menschen Weltweit geknackt. Laut Foregin Affairs kommen pro 1% Preisanstieg zusätzlich 16 Millionen hungernde Menschen dazu. Nach Angaben von Action Aid könnten bis 2012 zusätzlich 600 Millionen Menschen hungern.
Kein bock auf E-10?
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