Sep
08
2010

Schafwolle ist nicht immer harmlos

Der Tod “Down Under”

©Peta

Mit der derzeitigen Ausbeutung von mehr als 100 Millionen Schafen produziert Australien 30 Prozent des weltweiten Wollaufkommens. Bestände umfassen dabei Tausende von Schafen, was es faktisch unmöglich macht, einem Tier individuelle Aufmerksamkeit zu schenken oder ihm im Notfall medizinische Hilfe zu leisten.

Ein Großteil der weltweiten Wollproduktion – für Kleidung bis Teppiche – stammt von Schafen, die in Australien oder Neuseeland gezüchtet werden, wo Farmer die Schafe mittels Metallstangen fixieren und ihnen, ohne Schmerzmittel, große Fleischstücke vom Körper schneiden.

Die in Australien am häufigsten gezüchtete Rasse sind die Merinos, die darauf gezüchtet wurden, faltige Haut zu bekommen, damit die Wollausbeute pro Tier noch größer ist. Diese unnatürliche Übermenge an Wolle führt dazu, dass viele Schafe in den heißen Monaten unter der Hitze kollabieren und an Hitzschlag sterben. Außerdem sammeln sich in den Falten Feuchtigkeit und Urin. Von der Feuchtigkeit angezogen, legen Fliegen ihre Eier in den Hautfalten ab, und die ausgeschlüpften Larven können die Schafe bei lebendigem Leibe auffressen. In dem Versuch, diesen “Fliegenbefall” zu verhindern, nehmen die australischen Rancher einen barbarischen Eingriff an den Tieren vor – das “mulesing”; dazu werden die lebenden Schafe unter Gewaltanwendung auf den Rücken geworfen und ihre Beine zwischen Metallstäben fixiert. Dann schneidet man ihnen – ohne jedes Schmerzmittel – Essteller große Fleischstücke vom Bereich rund um ihren Schwanz weg. Man will so erreichen, dass sich eine glatte, vernarbte Fläche bildet, die keine Angriffsfläche mehr für Fliegeneier bietet. Ironischerweise aber werden gerade diese großflächigen blutigen Wunden häufig von Fliegen befallen, noch bevor sie abheilen können.

©Peta

Wenige Wochen nach ihrer Geburt werden den Lämmern die Ohren durchlöchert, die Schwänze abgeschnitten, und die männlichen Tiere werden kastriert – alles ohne Narkose. Die Kastration der männlichen Lämmer erfolgt in der 2. bis 8. Lebenswoche, indem man entweder einen Schnitt macht und die Hoden rausschneidet oder mit einem Gummiring die Blutzufuhr abschneidet – eine der schmerz- haftesten Kastrationsmethoden, die es überhaupt gibt. Alljährlich sterben Hunderte von Lämmern an den Folgen der Witterung oder verhungern, noch bevor sie die 8. Lebenswoche erreichen. Und Jahr für Jahr sterben ausgewachsene Schafe an den Folgen fehlender Unterstände und an Krankheiten aufgrund von Vernachlässigung. Quelle

Und da wird einem all die Jahre weiß gemacht das die Schafe nur geschert werden… Natürlich gibt es mit Sicherheit Schäfer und Schäferinnen die sich sehr liebevoll und gut um ihre Herde kümmern. Jedoch wird es so etwas sicher nicht in der Industriellen Schafwollfertigung geben. Also in Zukunft genau drauf schauen von wo und von wem das Produkt kommt und im Zweifelsfall nachfragen. Am besten gleich Baumwolle nehmen, dann ist man zumindest auf der sicheren Seite! Mehr zum Thema findet ihr unter rettet-die-schafe.de

Written by Peace in: Tierische Opfer | Tags:

1 Kommentar »

  • Hugo

    Oh je, was soll man denn da noch kaufen? Bei der Baumwolle machen die bestimmt auch irgendwelche Schweinereien, wenn’s schnell gehen muss.

    Kommentar | 8. September 2010

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