Sep
12
2010

Mehr Verantwortung bei der Polizei

1. Erkennbarkeit

Polizisten müssen indentifizierbar sein!

Die Aufklärung unrechtmässiger Polizeigewalt in Deutschland scheitert oft daran, dass die Täter nicht identifiziert werden können. Körperlicher oder psychischer Misshandlung hilflos ausgesetzt zu sein, kann die Betroffenen traumatisieren. Die Unmöglichkeit, den oder die Täter dafür zur Rechenschaft ziehen zu können, auch. Amnesty International stellt immer wieder fest, dass Ermittlungsverfahren gegen Polizisten eingestellt werden, weil diejenigen, die strafbare Handlungen begangen haben sollen, nicht ausgemacht werden können. Die Täter bleiben unerkannt – insbesondere wenn sie Helme tragen oder in der Anonymität geschlossener Einheiten agieren. Denn in Deutschland gibt es keine gesetzlich vorgeschriebene individuelle Kennzeichnungspflicht für Polizisten. Mehr…

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2. Aufklärung

Menschenrechtsverletzungen müssen untersucht werden!

Anzeigen gegen Polizeibeamte wegen rechtswidriger Gewaltausübung bleiben oft ohne Erfolg. Meist verlaufen die Untersuchungen schleppend und oberflächlich. Häufig stellt die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen ein. Nur selten gelangen Verfahren vor Gericht. Noch seltener kommt es zu Verurteilungen. Erst wenn die Opfer hartnäckig bleiben, werden Ermittlungen gründlich durchgeführt. Anders verhält sich die Situation bei Gegenanzeigen der Polizei: diese werden in der Regel schnell und umfassend bearbeitet sowie zügig vor Gericht gebracht. Mehr…

3. Schutz

Polizeistationen müssen überwacht werden!

Immer wieder erheben Menschen schwere Vorwürfe gegen Polizisten, dass sie in Polizeistationen oder im Polizeigewahrsam misshandelt werden. So wie J.E., der Amnesty International berichtete, dass ein Polizist ihm in einer Stuttgarter Polizeiwache durch einen Faustschlag den Kiefer gebrochen hat. Der 2010 vorgelegte Bericht »Täter unbekannt – Mangelnde Aufklärung von mutmaßlichen Misshandlungen durch die Polizei in Deutschland« von Amnesty International dokumentiert zudem drei Todesfälle. Im Januar 2005 verbrannte Oury Jalloh in der Gewahrsamszelle einer Dessauer Polizeiwache. Adem Özdemar starb im März 2008, nachdem er von Polizisten überwältigt, gefesselt und auf einer Bahre fixiert worden war. Der 18-jährige Jendrik Thiel verübte im März 2008 in Berliner Polizeigewahrsam Selbstmord. Mehr…

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4. Prävention

Polizisten müssen sensibilisiert werden!

Menschenrechte gelten für Jeden einzelnen, unabhängig von Hautfarbe, Aufenthaltsstatus, Nationalität, Geschlecht, religiöser oder sexueller Orientierung. Die Polizei ist, wie jedes staatliche Organ, auf der Grundlage international verbindlicher Verträge, wie der UN-Antifolterkonvention oder der Antirassismuskonvention, verpflichtet, diese Rechte jederzeit zu achten. Und aktiv für ihre Wahrung und ihren Schutz einzutreten. Mehr… (Quelle - Amnesty International)

TRANSPARENZ SCHÜTZT MENSCHENRECHTE:

Kennzeichnungspflicht für Polizisten!

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Written by Peace in: Menschen,Politisches | Tags:

3 Kommentare »

  • Hugo

    Die Täter die Polizeigewalt ausüben, müssen auf jeden Fall zweifelsfrei identifiziert werden können. Siehe Polizeigewaltvideo bei der Räumung des Baumhauses von Robin Wood im stuttgarter Schlossgarten. http://protestival.de/md42/?v=polizeigewalt

    Kommentar | 14. September 2010
  • Symbiose-Online

    Vielen dank Hugo, für das Video!

    Da sieht man mal wieder, wer sich hier nicht unter Kontrolle hat.
    Habe sowas leider schon öfter gesehen
    und ich bekomme das Gefühl nicht los,
    dass es sich in den letzten Monaten häuft…

    Kommentar | 14. September 2010
  • besonders schwierig ist die situation von sogenannten “illegalen einwanderern” die bei der abschiebung oft gewaltätig “überrumpelt” werden und nie die chance bekommen überhaupt anzeige zu erstatten.
    informier dich doch mal allgemein über abschiebung und abschiebehaft würdest du sicher einen tollen blog draus machen :)

    gruß

    Kommentar | 26. September 2010

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