Eisbären in Gefangenschaft
Freiheit für Eisbären!

©Dieter/Pixelio.de
Der Eisbär bewohnt die nördlichen Polarregionen, er gehört zu den größten an Land lebenden Raubtieren der Erde. Sie sind ausschließlich in der Arktis verbreitet. Eisbären sind sehr gute Schwimmer, jagen jedoch üblicherweise nicht im Wasser nach Beute. Schwimmend können sie mehr als fünf Kilometer in der Stunde zurücklegen. Tauchgänge von zwei Minuten bereiten ihnen keinerlei Schwierigkeit, die Tauchtiefe beträgt aber selten mehr als zwei Meter. An Land wandern Eisbären oft stundenlang über weite Strecken und bringen in der Stunde mehr als sechs Kilometer hinter sich. Kurze Sprints mit 30 Kilometer pro Stunde sind ihnen leicht möglich. Quelle
Wenn also Eisbären so aktiv sind und locker mehrere Kilometer am Tag zurück legen können (noch mehr infos in der Quelle), stellt sich die Frage, wie geht es den Eisbären in Gefangenschaft?
Ein Delfin schwimmt pausenlos im Kreis. Eine Giraffe wirft unentwegt ihren Kopf hin und her. Ein Vogel hüpft andauernd von Ast zu Ast. Ein Elefant webt stundenlang seinen Kopf hin und her. Viele ältere Menschen kennen dieses Fehlverhalten noch unter dem Begriff „Hospitalismus“. Heute bezeichnet man diese sich immer wieder wiederholenden, gleichbleibenden (stereotypen) und artfremden Verhaltensmuster als Verhaltensstörungen. Quelle
Verhaltensstörungen bei Eisbären: Die am häufigsten zu beobachtenden stereotypen Verhaltensstörungen bei Eisbären sind das Hin- und Herlaufen, das Auf- und Abschwingen und das Drehen des Kopfes.Verhaltensstörungen bedeutet Leiden. Es ist mittlerweile wissenschaftlich erwiesen, dass Tiere, die diese ausgeprägten Verhaltensstörungen aufweisen, auch darunter erheblich leiden. Und Eisbären sind eine der Tierarten, die in Gefangenschaft am häufigsten und dauerhaft Verhaltensstörungen zeigen. Sie leiden also dauerhaft unter der Gefangenschaft.
Im Jahr 2008 hat PeTA alle deutschen Eisbärenhaltungen besucht und nach den drei häufigsten Verhaltensstörungen bei Eisbären Ausschau gehalten. Das Ergebnis der 1-2-tägigen Besuche pro Zoo war erschreckend: Von 34 Eisbären zeigen bei PeTAs Recherchen 24 Individuen eine dieser drei Formen von Stereotypen. Quelle
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