…Wiesenhof oh Wiesenhof, die Hühner dort würden sich mit Sicherheit wünschen es wäre alles nur ein Traum oder Einbildung… aber es ist leider die unerbittliche und grausame Realität…
Der Wiesenhof-Skandal 2011
Nach dem ersten Satz des unten eingefügten Videos hab ich mir schon gedacht… “lass es” als ich dann weiter schaute und die ersten Bilder sah, wummerte die Aussage in meinem Kopf… “komm schnell die treten die Tiere tot… Tiere tot… tot… tot…”
Dieses Video enthät extrem grausames und tierqälerisches Bildmaterial, ich empfehle euch dieses Video nicht anzuschauen…
Mir fehlen dir Worte! Ich empfehle euch den ARD Exclusiv-Bericht hier anzuschauen oder den Peta-Bericht hier zu lesen.
In Österreich ringen Tierschützer, Schweinezüchter und Landwirtschaftsministerium um Einschränkungen bei der Kastenstandhaltung von Schweinen. Bei dieser fast ausschließlich angewendeten Haltungsform werden Sauen vor und während der Schwangerschaft sowie nach der Geburt ihrer Ferkel (Abferkelgitter) in körpergroßen Käfigen gehalten, in denen sie sich praktisch nicht bewegen, geschweige denn ihre Grundbedürfnisse ausleben können.
Das österreichische Gesundheitsministerium veröffentlichte vor sieben Monaten einen Verordnungsentwurf, der die Kastenstandhaltung von Mutterschweinen, vor allem während der Säugezeit, stark einschränken würde. Allerdings hat das Landwirtschaftsministerium ein Vetorecht gegen jede neue Verordnung zum Tierschutzrecht und brachte nun einen Vorschlag ein, der keine wesentlichen Verbesserungen der Haltungsbedingungen vorsieht: Lediglich während der Trächtigkeit soll der Kastenstand zehn Tage statt bislang vier Wochen eingesetzt werden dürfen. Für diese Reduktion, die keinerlei Umbaumaßnahmen bei den Schweinehaltern erfordert, sei eine unerträglich lange Übergangsfrist von 25 Jahren eingeplant. Tierschutzverbände sehen in dem Vorschlag keine Diskussionsgrundlage für einen Kompromiss; sie fordern, dem schwedischen Vorbild zu folgen und die Kastenstände vollständig durch Laufbuchten zu ersetzen.
Schweden ist derzeit das einzige Land der EU, in dem Kastenstände sowohl während der Trächtigkeit als auch während der Säugezeit verboten sind. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die Gegenargumente der Agrarlobby haltlos sind: In der freien Buchtenhaltung sterben nicht mehr Ferkel als in der Kastenstandhaltung, wenn den Muttersauen mindesten 5 m² Platz zur Verfügung gestellt wird. Prof. Bo Algers von der schwedischen University of Agricultural Science hat als Vorsitzender der Arbeitsgruppe der European Food Safety Agency zu Schweinen wissenschaftliche Stellungnahmen erarbeitet und zahlreiche Beiträge zum Thema Schweinezucht veröffentlicht. Im Rahmen einer 9-jährigen Untersuchung ist Prof. Algers zu Ergebnissen gekommen, die kaum verwundern: Er konnte anhand von Stresshormonmessungen belegen, dass Mutterschweine in den Kastenständen extrem leiden. Sie werden deutlich häufiger krank und auch der Geburtsvorgang dauert im Schnitt eine Stunde länger als bei Tieren in freien Buchten. Der angebliche Schutz der Ferkel vor ihrer eigenen Mutter ist wissenschaftlich nicht haltbar. Der eigentliche Zweck der Käfighaltung von Muttersauen liegt darin, so der Experte, noch mehr Schweine auf immer engerem Raum halten zu können.
Bis jetzt ist in ganz Europa die lebenslange Käfighaltung für Mutterschweine erlaubt. Ab 2013 tritt eine EU-Richtlinie in Kraft, die die maximale Zeit im Kastenstand auf 6 Monate pro Jahr einschränkt, was im Hinblick auf den Tierschutz immer noch als völlig unzureichend einzustufen ist. Schweden zeigt, dass ein Kastenstandverbot problemlos umsetzbar ist. Andere Länder, nicht nur Österreich, müssen sich ein Beispiel nehmen. Quelle: Albert Schweizer Stiftung
Details über die grausamen Bedingungen in der Sauenhaltung und der Schweinemast findest du im Hintergrundartikel der Albert Schweizer Stiftung.
Obwohl wir alle im Grunde unseres Herzens wissen, dass die Tierindustrie – ob Bio oder Massentierhaltung – ein dreckiges und grausames Geschäft ist, entscheiden wir uns, es nicht so genau wissen zu wollen. Es ist uns eigentlich klar, dass Fleisch immer von getöteten Tieren stammt – wir verdrängen es aber, jeden Tag. Wir verdrängen sogar, dass es unsere eigene Entscheidung ist, Massentierhaltung und das Töten von Tieren zu unterstützen. Jedes Mal, wenn wir Fleisch und Tierprodukte essen, treffen wir eine Wahl, und je normaler es sich anfühlt, desto richtiger fühlt es sich an. Gewaltvolle Ideologien wie der Karnismus funktionieren auf dem Grundsatz, dass wir in gewisser Weise eine Ahnung und ein Wissen von einer unbequemen Wahrheit in uns haben, diese jedoch verdrängen und in unser Unterbewusstsein verbannen.Quelle
Tag für Tag sterben Mäuse und Ratten in internationalen Versuchslabors – in manchen Ländern, in der USA zum Beispiel, genießen sie nicht nicht einmal den geringsten Schutz durch staatliche Gesetze. Genau wie Hunde und Katzen können auch sie Schmerz empfinden; Studien haben gezeigt, dass diese Tiere sehr intelligent sind und tolle Mütter abgeben. Sie würden ihr eigenes Leben riskieren, um ihre Freunde zu retten. Doch obwohl Mäuse und Ratten 95% aller im Tierversuch eingesetzten Tiere repräsentieren, hat kaum jemand Mitleid mit ihnen.
Das unbekannte Leben von Ratten & Mäusen
Sowohl Mäuse wie Ratten sind hochsoziale Tiere. Sie entwickeln Anhänglichkeit untereinander, lieben ihre eigenen Familien und knüpfen schnell feste Bande mit ihren Tierhaltern, wobei sie soviel Zuneigung zurückgeben wie sie erhalten.
Als hochintelligente Nager sind Ratten und Mäuse von Natur aus gute Schüler, die unschlagbar sind im Lernen und Verstehen von Konzepten. Ratten sind erheblich kleiner als Hunde, sind jedoch mindestens genauso imstande, über Dinge nachzudenken und sie herauszufinden! Und während Ratten viel kleiner sind als Elefanten, haben sie doch ein exzellentes Gedächtnis. Sie mögen zwar schlecht sehen, aber haben sie eine Route erst mal gelernt, vergessen sie sie nie mehr. Sowohl Mäuse wie Ratten sind hochsoziale Tiere. Sie entwickeln Anhänglichkeit untereinander, lieben ihre eigenen Familien und knüpfen schnell feste Bande mit ihren Tierhaltern, wobei sie soviel Zuneigung zurückgeben wie sie erhalten. Viele Ratten “pflegen” sogar die Hand ihres menschlichen Lebensgefährten und schätzen eine Massage, ein Kratzen hinter den Ohren oder ein Kitzeln als Gegenleistung. Neueste Studien von Jaak Panksepp, einem Neurowissenschaftler an der Bowling Green State University, USA, legen nahe, dass Ratten, wenn sie spielen oder verspielt gekitzelt werden, Zirplaute von sich geben, die einem menschlichen Lachen verblüffend ähneln. Die Ratten, die er studierte, schlossen auch soziale Bande mit dem Menschen, der sie kitzelte, und waren darauf aus, noch mehr gekitzelt zu werden. Panksepp bekräftigt, was Rattenfreunde schon immer wussten: “[J]unge Ratten haben einen sagenhaften Humor.”
Männliche Ratten knuddeln sich gerne zusammen und finden es toll, es sich auf dem Schoß eines Menschen bequem zu machen. Weibliche Ratten sind zwar ebenso anhänglich, tendieren jedoch dazu, enorm energiegeladen und neugierig zu sein. Ratten lieben es, mit netten Leuten zusammen zu sein, und gehen häufig herum in der Hoffnung, bemerkt und hochgehoben zu werden. Ratten können eine so feste Bindung mit ihrem Menschen eingehen, dass sie sich möglicherweise zu Tode grämen, gibt man sie plötzlich an andere ab oder sie vergisst.Quelle
Laut Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner sollen die Tierschutzrichtlinien angehoben werden. Nun möchte sie ein Tierschutzpacken auf weg bringen, doch die Albert Schweizer Stiftung und ich auch befürchten, dass es zu einer “Mogelpackung” verkommen wird. Aigner will längere Übergangszeiten der Kleingruppen-Käfige festlegen, sie will zudem Wildtieren helfen, allerdings Wildtiere in Zirkussen nicht verbieten. Kaninchen sollen bessere gehalten werden, dennoch weiterhin in engen Käfigen.
Bitte hilf den armen Tieren und beteilige dich an der Aktion der Albert Schweizer Stiftung. Wir wollen ein richtiges Tierschutz- und kein Larifaripacket!
Diese Punkte werden gefordert:
Wir brauchen zeitnah ein echtes Käfigverbot – nicht nur einen Stopp des Baus neuer Anlagen. Neben Legehennen müssen auch Kaninchen, Schweinen und Wachteln die Qualen der Käfighaltung erspart bleiben.
Nicht nur die Ferkelkastration muss abgeschafft werden, sondern alle Verstümmelungen wie das Kürzen von Schnäbeln, das Abtrennen von Schwänzen, Hörnern und Zehengliedern sowie das Abschleifen von Zähnen.
Zum echten Schutz von Wildtieren gehört ein Wildtierverbot in Zirkussen. Einige Quadratmeter mehr oder weniger sind keine Lösung. Dass ein Verbot auch den juristischen Attacken der Zirkuslobby standhält, zeigt das Beispiel Österreichs.
Ein Tierschutzlabel muss verpflichtend und leicht verständlich sowie analog der bewährten Eierkennzeichnung aufgebaut sein. Wenn sich keine rasche europäische Lösung abzeichnet, muss Deutschland seinen eigenen Spielraum zur Umsetzung voll ausnutzen.
Das Qualzuchtverbot muss verschärft und so geregelt werden, dass es auch zur Anwendung kommt. Zuchtlinien, bei denen die Tiere unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbrechen (insb. die gängigen Puten- und Masthühnerlinien) müssen abgeschafft werden.
Die Besatzdichten in der “Nutztierhaltung” müssen generell gesenkt werden. Beispielsweise ist es nicht vermittelbar, dass 25 Masthühner auf einem Quadratmeter gehalten werden.
Für inländische Tiertransporte muss eine zeitliche Höchstgrenze, unabhängig von der Art des Fahrzeugs, festgelegt werden. Grenzüberschreitende Transporte müssen auf EU-Ebene zeitlich strikt begrenzt werden.
Um Fehlbetäubungen bei der Schlachtung zuverlässig zu vermeiden, muss die permanente Anwesenheit amtlicher Kontrollpersonen von der Ankunft im Schlachthof bis zum Tod des Tieres sowie die nachträgliche Untersuchung aller Tierkörper auf etwaige Fehlbetäubungen verbindlich angeordnet werden. Mindestens sind die Vorgänge auf Video festzuhalten und den Veterinärämtern auszuhändigen.
Die baurechtliche Privilegierung von industriellen Tierhaltungen muss abgeschafft werden.