Jul
30
2011
1

Am Anfang war: Das Ei!

Klare Angelegenheit: Ebenso wie weibliche Rinder nicht “einfach so” Milch geben, denn erst nach der Geburt des ersten Kalbes fließt die Muttermilch für dessen Ernährung, so erfüllt auch das Legen von Eiern bei Hühnern eine fortpflanzungsbezogene Aufgabe. Hühner legen ihre Eier nicht zum Spaß, sondern zur Fortführung der eigenen Art. Dabei ist es so, dass männliche Hühner, also Hähne, keine Eier legen können. Sie befruchten lediglich mit ihren Spermien die Dotterkugeln im Eileitertrichter der Hennen, was schließlich dazu führt, dass aus befruchteten Eiern später Küken schlüpfen – Küken, die für ein hart gekochtes Frühstücksei allerdings niemand braucht. Merkwürdig? Dann sehen wir uns die Lage etwas genauer an:

Die “landwirtschaftliche Nutzung” von Hühnern brachte speziell gezüchtete ‘Legerassen’ mit sich, deren weibliche Exemplare, so genannte “Legehennen”, in besonderem Maße fortwährend Eier legen [müssen]. Die Eier macht sich der Mensch anschließend zu eigen, um sie z.B. als Rühreier zu verbraten oder in Kuchenteig unterzumischen. Die eigentliche und natürliche Aufgabe des Eierlegens – Fortpflanzung – spielt sodann bei der “Ei-Produktion” keine Rolle mehr, sofern die zum Legen vorbestimmten Hennen erstmal ihre lebenslange Knechtschaft angetreten haben.

Eine bemerkenswerte Begleiterscheinung der Ei-Produktion ist dabei, dass die Legehenne als solche zuvor logischerweise auch aus einem Ei geschlüpft sein muss. In Deutschland wurden im Jahr 2007 nach Angaben des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) etwa 41,1 Millionen Legehennen gehalten [*1]. Was aber oftmals im wahrsten Sinne des Wortes “unter den Tisch fällt”: Die Hälfte der Küken des ‘Legehennen-Schlupfs’ sind männlichen Geschlechts. Neben den Legehennen gibt es also fast gleich viele männliche Geschwister, in Deutschland über 40 Millionen männliche Küken pro Jahr, die zusammen mit ihren Schwestern ausgebrütet werden. Da männliche Vögel jedoch keine Eier legen, sind diese ‘nebenbei’ geschlüpften Küken für die Ei-Produktion praktisch wertlos. Für die Mast, also für “Fleischproduktion”, sind sie gleichfalls uninteressant, weil es eigens für diesen Zweck gezüchtete ‘Mastrassen’ gibt, die enorm viel “Fleisch-Masse” in enorm Kurzer Zeit ansetzen. … so what???

Weil sich Unwirtschaftlichkeit bekanntlich nicht lohnt, werden die unnützen männlichen Küken aus der Legehennenproduktion aussortiert [gesext] und anschließend vernichtet. Die Methoden der Küken-Vernichtung variieren zwischen Ersticken, Zerstückeln und Zermusen – mit gleich bleibendem Resultat: Es entstehen Leichenberge toter Küken.

Die weiblichen Geschwister der getöteten männlichen Küken aus den Legelinien hingegen verbringen ihre relativ kurze Lebenszeit in Form von “Legezeit” meist in speziellen Betrieben, die die Produktion von Hühnereiern als primäres wirtschaftliches Ziel ‘prozessoptimiert’ haben. Ein in diesen gewinnoptimierten Produktionsprozess hinein-geborenes bzw. hinein-geschlüpftes Huhn legt nicht, wie seine frei lebenden Verwandten, nur wenige Eier im Jahr für die eigene Fortpflanzung, sondern unablässig viele Eier. Es entspricht dem ihm vom Menschen zugewiesenen Zweck. Bedingt durch zielgerichtete Zuchtergebnisse und dosierte äußerliche Reize, wie z.B. intensive künstliche Beleuchtung oder das permanente Entnehmen der Eier, werden “Legehennen” dazu gedrängt, so viele Eier zu legen wie praktisch möglich. Eine ‘deutsche’ Legehenne legte 2007 statistisch erhoben 285 Eier [*1]. Im selben Jahr belief sich in Deutschland die Gesamtzahl der [für den Konsum produzierten] Eier auf knapp 11,8 Milliarden Stück. [*1].

Je nachvollziehbarer die tödlichen und leidbehafteten Umstände sind, die z.B. ein normales Frühstücksei mit sich bringt, desto weniger scheinen diese Umstände im alltäglichen Bewusstsein der Konsumenten präsent zu sein. Nur so lässt sich die extrem hohe Zahl an verbrauchten Individuen und produzierten Eiern erklären. Gleichwohl sind auch Bio-, Öko-, Freiland- oder Bodenhaltung mit der Vernichtung von männlichen Küken verkettet. Quelle: Soylent-Network.com

© Soylent-network.com

Written by Peace in: Tierische Nahrung,Tierische Opfer | Tags:
Jul
29
2011
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Und ob ich schon wanderte im finstern Tal…

Seit Jahrtausenden ist  Leid ein Bestandteil menschlicher Kultur. Daran hat sich bis zum heutigen Tage nichts geändert. Die Summe der misshandelten und getöteten Opfer einer Gegenwart erfordert Gerechtigkeit für die Zukunft. – Unbedingt!

“Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, das heisst vermutlich: Der Mensch schuf den Gott nach dem seinigen!”

- Georg Christoph Lichtenberg 1742 – 1799

www.Soylent-Network.com

Written by Peace in: Allgemein |
Jul
28
2011
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Tierqualen in deutschen Legebatterien

Im neuen "kleinguppen"-Käfig kommt nur etwa eine Sechser-Schachtel dazu... © Käfigfrei.de

In Deutschland werden noch etwa 4,7 Millionen Hennen in Legebatterien gehalten. Hier leiden sie in engen Käfigen bei künstlichem Licht und unerträglichem Gestank. In den Hallen reiht sich Drahtkäfig an Drahtkäfig, in jeden einzelnen sind bis zu 60 Tiere gepfercht. Übereinander gestapelt lassen sich auf diese Weise zehntausende Hühner pro Halle auf engstem Raum unterbringen.

Auch die neuen Käfigsysteme (“Kleingruppenhaltung”) bringen keine Verbesserung. Mehr zur “Kleingruppenhaltung” findest du hier. Quelle

Fordere den Supermarkt V-Markt auf, Käfig-Eier konsequent aus dem Sortiment zu nehmen!

Obwohl alle großen Supermarktketten Käfig-Eier aus dem Programm genommen haben, verkauft V-Markt weiter Eier aus dieser Haltungsform.

Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern ist die herkömmliche Käfighaltung von Legehennen in Deutschland inzwischen aus Tierschutzgründen verboten. Doch für die Hennen hat sich nur wenig geändert: Sie leben nun in neuen Käfigen, in denen sie nur wenige Quadratzentimeter mehr Platz haben als zuvor. Diese neue Käfighaltung trägt den irreführenden Namen „Kleingruppenhaltung”. Auch hier haben die Hühner keine Möglichkeit, ihre arteigenen Verhaltensweisen auszuüben – sie können weder flattern, noch scharren oder im Sand baden; viele von ihnen haben keine Federn mehr und sterben vorzeitig.

Namen ändern sich, aber das Tierleid bleibt gleich!

Fordern Sie V-Markt auf, Käfig-Eier endlich konsequent aus dem Sortiment zu verbannen! Quelle

Hier Apellieren

Schau doch auch bei Kaefigfrei.de vorbei. 15 Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen fordern die deutsche Lebensmittelwirtschaft auf: “Werden Sie käfigfrei!” Auf diesen Seiten schaffen die Organisationen Transparenz darüber, welche Unternehmen für ihre Branchen eine Vorbildfunktion übernehmen, und wem Profit wichtiger ist als Tierschutz. Schau regelmäßig vorbei – die Listen werden laufend aktualisiert!

Jul
27
2011
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Ohne diese Hülle ist keiner Überlebensfähig…

Es ist dunkel, ich bin nicht alleine, links und rechts von mir sind Andere, Andere die dasselbe Schicksal teilen. Es ist kalt, ich hab nicht viel Platz. Die anderen meckern jeden Tag. Mit dem Meckern hab ich aufgehört, es interessiert ja doch niemanden.

Sie sind nicht hinter mir her, nicht hinter meinem Individuum, das interessiert sie überhaupt nicht. Ich bin nur für das eine geboren, um einen Irrglauben des Menschen zu sättigen. Von den Schmerzen und Qualen abgesehen, bin ich nur ein Sklaven des Menschlichen Konsums. Ich bin nicht böse auf sie, ich weiss, sie wissen es nicht besser. Ich kann nur hoffen und ich hoffe jeden Tag. Dass die Menschen eines Tages begreifen, das das was auf ihrem Teller landet, einmal geboren wurde und ein Leben hatte.

Auch wenn man dieses als Leben nicht unbedingt bezeichnen möchte, haben wir biologisch gesehen gelebt. Ein Leben ohne Freiheit, geboren um ihre Mäuler zu stopfen. Normalerweise werde ich 20 Jahre alt, aber was ist schon normal? Nach 2 Jahren ist Schluss, ich bin zu schwach, um noch einen Tropfen Milch zu geben.
darum stürzen sie sich jetzt auf mein Fleisch. Die Hülle in der wir gefangen sind, die die aus Fleisch besteht, aus der wir nicht so einfach abhauen können. Von dieser Hülle ist ein jedes Lebewesen abhängig, ohne diese Hülle sind wir nicht überlebensfähig.

Genau diese Hülle ist der Grund, warum wir getötet werden, aber in dieser Hülle steckt Leben, Leben das leben will. Ich spüre den Schmerz genau wie der Mensch, dem Mensch ist es aber egal, ich schmecke ihm zu gut. Mein Leben ist nicht mehr wert als ein paar Euro. Aber wehe euch ein Mensch stirbt durch die Klauen eines Tieres, ein kleiner Mensch der bis dahin gut lebte, dann wird alles überdramatisiert. Aber das wir zu tausenden sterben, rührt nur die wenigsten zu Tränen. Dabei steckt in eurer Hülle dasselbe was in unserer steckt!

http://i.kw.cx/ip/5942581.jpg

Written by Peace in: Tierische Opfer |
Jul
26
2011
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Der pakt mit dem Panda…

Der WWF (der World Wide Fund For Nature) gerät bei der Doku “Der Pakt mit dem Panda, was der WWF verschweigt” von Wilfried Huismann ins Kreuzfeuer.

“Die Absicht mag ja da sein, dass man Nachhaltigkeit durch einen engen Dialog mit der Industrie durchsetzen will, aber besteht nicht die Gefahr, dass man da dann in eine Falle läuft als Naturschutzorganisation? Dass man nur benutzt wird um die ganze Art und Weise der Produktion Grün zu waschen?” Quelle aus der Doku.

Hier ein kleiner Ausschnitt aus der Doku, das Interwie mit Dörte Bieler:

Natürlich will ich in diesem Fall nicht Einseitig klingen, darum finde ich es nur fair sich mit den Fakten beider Seiten auseinander zu setzen. Also erstmal könnt ihr hier die Doku komplett ansehen. Der WWF hat diesbezüglich einen Faktencheck auf seiner Homepage veröffentlicht den du hier findest. Nun kannst du dir beide Seiten anschauen und dir deinen Schluss daraus ziehen.

Der WWF nimmt Stellung zum Vorwurf des Greenwashing: (wie schön erwähnt könnt ihr alle WWF-Richtigstellungen hier nachlesen)

Vorwurf: Der WWF betreibt „Greenwashing“ gegen Geld.

Film (00:21:41:04):
Wilfried Huismann (im Interview mit Dörte Bieler): “Ich meine, die Absicht mag ja da sein, dass man Nachhaltigkeit durch den engen Dialog mit der Industrie durchsetzen will, aber besteht nicht die Gefahr, dass man da in eine Falle läuft als Natur-schutzorganisation? Dass man nur benutzt wird, um die ganze Art und Weise dieser Produktion grün zu waschen?“

Richtigstellung:
Der WWF ist nicht käuflich. Daher verhandelt der WWF mit Unternehmen, um möglichst viel für die Natur zu erreichen. Hier gibt es jedoch klare Grenzen. Wenn der WWF mit Unternehmen in einzelnen Projekten zusammen arbeitet, heißt das nicht, dass er in allen Punkten einer Meinung ist. Der WWF schließt keine inhaltliche Kooperation, wenn ein Unternehmen nicht bereit ist, WWF-Standards im Umweltschutz und im Bereich der Nachhaltigkeit zu akzeptieren. Der WWF kritisiert – wenn nötig – Kooperationspartner auch öffentlich ( hier). Der Panda trägt keinen Maulkorb. Quelle

Beide Seiten klingen überzeugend, dennoch warum sollte Wilfried Huismann diese Dokumentation über den WWF drehen wenn all dass aus der Luft gegriffen sein soll?… Wem kann man denn überhaupt noch glauben? Eine wie ich finde, ziemlich haarsträubende Angelegenheit… aber letztendlich ist es dir überlassen wem du glaubst und wem nicht…

Meine Persönliche Meinung dazu: Dieser Fall zeigt uns, dass wir nicht nur Konzerne sondern eigentlich ALLES hinterfragen sollten. Man sollte bei sich selbst und bei sich zuhause anfangen um die erwünschte Veränderung hervorzurufen. Das ist 100x Sinnvoller als zu Spenden oder irgendeinen Kasten Bier zu kaufen der angeblich Regenwald rettet. Des Weiteren finde ich es sinnvoll auch weiterhin druck mit Unterschriften auszuüben welche in der Regel erfolgreich sind. Aber das wichtigste ist und bleibt schaue erst auf DICH und dann auf ANDERE!

Written by Peace in: Allgemein |

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