Jeder Kunde macht sich mitschuldig

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In den letzten Jahren ist der Handel mit sog. Heimtieren leider wieder am Wachsen . Ca. 25 Millionen Heimtiere (ohne Zierfische und Terrarientiere) leben in deutschen Haushalten, davon der größte Teil Katzen, gefolgt von Hunden und Kleintieren. Damit liegt Deutschland in Europa an 2. Stelle. Der Gesamtumsatz der Heimtierbranche beträgt ca. 3,3 Milliarden Euro – allein in Deutschland. Dass die Tiere in dieser hauptsächlich auf Gewinn orientierten Branche auf der Strecke bleiben, zeigt PETAs Recherche in verschiedenen Zoohandlungen Deutschlands. Ob Minischweine, Mungos, Präriehunde, Gürteltiere, Weißbauchigel, Frettchen, Waschbären, Weißbüscheläffchen oder Faultiere. In deutschen Zoohandlungen ist so gut wie alles zu haben. Noch nicht einmal der Handel mit diesen hochsensiblen Tieren ist verboten. Ich bezweifele, dass diese Tierarten in einem Privathaushalt oder in einer Zoohandlung artgerecht gehalten werden können.
Die Haltungsbedingungen in vielen Zoohandlungen sind alles andere als artgerecht. Die Aquarien sind mangelhaft gestaltet, es fehlt an Versteckmöglichkeiten, die Becken sind viel zu klein. Dies führt zu Stress und nicht selten zum Tod der Tiere. Ein Unterwasser-Lebensraum lässt sich durch eine Handvoll Kies am Grund eben nicht ersetzen. Viele Vögel müssen auf dem Boden brüten, ohne Nester. Die Vogelkäfige lassen zu wünschen übrig. Außer Sitzstangen gibt es häufig keine Strukturierung. Nicht einmal Sand befindet sich auf den Blechböden. Vögel sind nicht selten in der dunkelsten Ecke des Ladens untergebracht.
Das Behältnis einiger Meerschweinchen ist gerade mal so breit wie die Tiere lang sind. In einem anderen Behälter sitzen mindestens 25 Ratten auf engstem Raum. Es riecht entsetzlich. Beißereien lassen sich so nicht vermeiden. Rudeltiere wie Kaninchen werden zum Teil ohne Artgenossen in einem denkbar engen Behältnis gehalten.
Mit Jungtieren ist schnell und gut Kasse zu machen. Das Geschäft mit den Jungtieren floriert. Mit ihnen erzielt man das Dreifache wie mit ausgewachsenen Tieren. Zooläden beziehen einen Großteil ihres Tierbestandes von Großhändlern. Die Gewinnspanne wird aus der Masse, nicht aus dem Individuum erzielt. Im Wochenangebot bekommt der Einzelhandel den Hausgecko – eine Eidechsenart – und den Zwerghamster vom Großhändler bereits für einen Euro. Gold- und Teddyhamster kosten 1,99€ So wenig kann kein Leben wert sein!

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Was geschieht mit den „Ladenhütern“? Das nicht seltene Schicksal der Tiere, die nicht verkauft wurden, erfahren wir im Internet. Auf der Seite eines Lieferanten für Frostfutter finden sich unter anderem Kaninchen und Meerschweinchen, für die es im Zooladen keine Abnehmer gab. Ein Kunde stellt uns seine Ware zur Verfügung. Ein Kaninchen für gerade mal 5 Euro, blutige Meerschweinchen für 4 Euro und weniger. Ein Veterinär nimmt die Tiere in Augenschein. Nach einer genaueren Untersuchung liegt der Verdacht nahe, dass diese Zooladenbewohner keinen sanften Tod gestorben sind.
Laut Tierarzt, ergab sich auf den Röntgenbildern der Verdacht, dass mehrere Frakturen zustande gekommen sind, sowie Risse auf dem Schädel und im Genickbereich. Mechanische Einwirkung müssen stattgefunden haben, entweder wurde mit einem Gegenstand auf das Tier eingeschlagen oder umgekehrt.
Was tun?
Zoohandlungen können nur solange ihren schmutzigen Handel auf Kosten der Tiere betreiben, wie es die Kunden zulassen. Tierliebende Menschen kaufen seit eh und je nur in Zoohandlungen ein, die keine Lebendtiere anbieten. Besuche stattdessen ein Tierheim und gebe einem heimatlos gewordenen Tier ein neues Zuhause. Dort landen viele Tiere, die von Züchter und Zoohandlungen einst auf den Markt geschmissen, unüberlegt angeschafft und dann wieder „entsorgt“ wurden. Quelle
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